«Die Veränderungen im Verhalten der Kinder nach einer Kunsttherapie-Sitzung
beeindrucken mich immer wieder.»

Prof. Dr. med. Bernhard Frey, Universitäts-Kinderspital Zürich

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Partnerspitäler

pathologien & therapien

Barbara Carnielli, Mal- und Kunsttherapeutin IHK, Universtitäts-Kinderspital Zürich

Ich richte mich in den Therapiestunden ganz nach dem Bedürfnis und der Situation des Kindes. Wichtig ist mir dabei den gesunden Aspekt des Kindes im Vordergrund zu haben und seine Autonomie zu unterstützen. In dieser Stunde darf das Kind entscheiden, Ja und Nein sagen und selber wählen. Hier steht nicht die Sprache, sondern das eigene Handeln im Mittelpunkt und ermöglicht so Unausgesprochenem eine Ausdrucksmöglichkeit zu geben. Das künstlerische Tun stärkt die Ressourcen und ermöglicht dem Kind, sich auch im Spitalalltag als eigeninitiativ und handlungsfähig zu erleben. Wenn ich dabei beobachten darf, wie sich das Kind immer mehr entspannt, die momentane Situation in den Hintergrund tritt und einer kreativen Fröhlichkeit Platz macht, erfüllt mich das mit grosser Dankbarkeit und Freude.

Auszug aus dem Bericht der Musiktherapeutin Claudia Hablützel, MAS Musiktherapie ZHdK, Sopzialpädiatrisches Zentrum SPZ, Kantonsspital Winterthur

Sabine* 16 Jahre alt, ist auf Grund einer Anorexie in der Klinik hospitalisiert. Für Sabine war die Musiktherapie ein wichtiger Ort, um sich sowohl nonverbal als auch verbal auszudrücken. In jeder Stunde gelang es ihr, etwas für sich zu entdecken und Neues zu wagen und auszuprobieren. Diese Erfahrungen können wie einzelne Mosaiksteine sein. Mehrere Mosaiksteine zusammen ergeben ein Bild. In diesem Bild spielt auch ihr Selbstwert, der erstarken kann, eine wichtige Rolle. Sabines neugierige und offene Haltung unterstützten sie in dieser Auseinandersetzung.

*Name geändert

Brida Lang, ehemalige Kunst- und Musiktherapeutin, Kantonsspital Graubünden, Chur

„Oh happy day“

Ein grosses Dankeschön an die Stiftung ART-THERAPIE und das Autorinnenteam des Wiegenliederbuches. Die Frühgeborene Lisa* liegt seit einigen Wochen auf der Intensivstation. Die Mutter von Lisa kommt jeden Morgen bereits um 5 Uhr zu ihrer jüngsten Tochter – zuhause sind drei Geschwister. Meine Idee war es, dass ich das “Gesangs-Buch“ mit einer Notiz für die Mutter neben die Isolette legen würde.

„Oh happy day“, heute war die ganze Familie dank der Schulferien bei der kleinen Lisa zu Besuch. In den Augen von Frau D. schimmerten Tränen, als sie später ins Wartezimmer kam, wo ich mit den drei Kindern musizierte: „Idas Sommervisa“ kennen wir, ich bin Schwedin.“ Die Mama sang mit ihrer Kinderschar das Sommerlied – die Sonne strahlte im Wartezimmer der Intensivstation.

Das sinnliche und feine Geschenk hat in Windeseile den Weg in die Herzen der Patient*innen, Angehörigen und der Kunsttherapeutin im Kantonspital Graubünden gefunden.

*Name geändert

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